Beitrag

Wir in Hohenschönhausen (Süd) – Ausgabe Sommer 2016


Liebe Hohenschönhausener,

Neue Entwicklungen benötigen Impulse, ob über Projekte, wie die IGA 2017 in Berlin oder dauerhaft, wie die Infrastruktur. Es bleibt einiges zu tun, um die Heimat zu stärken. Mir ist es wichtig mit Ihnen im Gespräch zu bleiben, weshalb ich in den nächsten Wochen immer wieder für einen Austausch zur Verfügung stehe. Letztlich soll aus den Gesprächen etwas aktiv gestaltet werden. Sie treffen unsere Vertreter und mich bei Kiezspaziergängen, Infoständen und bei vielen Veranstaltungen vor Ort. Verbessert werden müssen die Entwicklungen der Wissensstandorte, die Verkehrsinfrastruktur, besonders auch das Nebenstraßennetz, und die Sicherheit im öffentlichen Raum. Doch auch darüber hinaus gilt es einiges anzupacken. Sprechen Sie mich an!

Ihr

Gregor Hoffmann


Alt-Hohenschönhausen
Geeignete Pläne für den Schulausbau in Alt-Hohenschönhausen notwendig

Der Bedarf an Grundschulplätzen in AltHohenschönhausen ist enorm und erfordert zeitnahe verlässliche Lösungen. Die bisher geplanten Modularen Ergänzungsbauten stellen aus Sicht der CDU keine geeignete Lösung dar. Der vorhandene Grundschulstandort bietet einfach zu wenig Platz für die erforderlichen Schulplätze. »Zusätzliche Ergänzungsbauten würden die wenigen Freiflächen noch weiter verringern und damit den Schulstandort komplett überlasten«, stellt Gregor Hoffmann, CDU-Fraktionsvorsitzender klar. Stattdessen favorisiert er den Neubau eines Multifunktionsschulgebäudes auf einer vom Bezirksamt vorgehaltenen Reservefläche in der Konrad-Wolf-Straße. Sie würde ausreichend Platz bieten. »Wir müssen Schulkapazitäten verträglicher steuern. Daher halte ich lediglich die Realisierung eines Hortneubaus auf dem vorhandenen Grundstück in der Roedernstraße für angemessen«, so Hoffmann weiter. Eine bessere Lö- sung stellt ein Schulneubau an der Konrad-Wolf-Straße dar. Dieser Standort wäre auch vorrübergehend besser für die Modularen Ergänzungsbauten geeignet. Dazu müssten im Vorfeld allerdings die Einzugsgebiete für die Grundschulen in Alt-Hohenschönhausen neu festgelegt werden. Auch die Jugendverkehrsschule und die Paul-Schmidt-Schule am Malchower Weg brauchen eine Perspektive für die Zukunft. Die Paul-Schmidt-Schule ist seit vielen Jahren ein Provisorium. Eine fehlende Aula und keine vorhandenen Sportflächen kennzeichnen derzeit die Situation vor Ort. Für beide Bildungseinrichtungen sollte eine gemeinsame Grundstücksplanung mit einem Ersatzbau erfolgen,um das neue Gebäude langfristig als vollwertigen Schulstandort zu entwickeln und gemeinsam besser nutzen zu können. Alle schultypischen Raum- und Freiflächenbedarfe sollten dabei in ausreichendem Maße berücksichtigt werden. Das schließt auch die Anforderungen an einen integrativen Lernort für Schüler mit körperlichen und geistigen Einschränkungen mit ein. Aufgrund der Grundstückslage ist dies nur gemeinsam mit dem Standort der Jugendverkehrsschule möglich. Es muss jetzt geprüft werden, inwiefern die Finanzierung des Vorhabens mit dem im Berliner Senat aufgelegten Programm »Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt« (SIWA) erfolgen kann. Darüber hinaus fordert Gregor Hoffmann das Bezirksamt Lichtenberg auf, die Schulinvestitionen insgesamt noch stärker in der Region AltHohenschönhausen zu konzentrieren


KGA Land in Sonne
CDU-Fraktion besucht Kleingartenanlage

Bei einem Besuch der Kleingartenanlage »Land in Sonne« konnte die CDUFraktion einen guten Einblick gewinnen. Siegfried Lehmann (Vorsitzender) hatte seinen Vorstand geladen, um mit den CDU-Vertretern ins Gespräch zu kommen. Es folgte eine Begehung und ein intensiver Austausch über Regeln und Probleme. Gregor Hoffmann nahm mit, dass es ein Herzenanliegen ist, eine langfristige Sicherung der Anlagen zu erreichen. Toll ist das Engagement der Gartenfreunde.Wer selbst denWunsch hegt einen Garten zu ergattern, muss sich jedoch gedulden, denn die Wartelisten sind noch voll. Demnächst wird Wilfried Nünthel, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, eine Tour durch die Kleingartenanlagen im Bezirk Lichtenberg unternehmen.


Zweite Dialogoffensive der CDU Lichtenberg
34 Kiezspaziergänge mit Stadtrat Wilfried Nünthel

Der Berliner Nordosten braucht mehr Toiletten im öffentlichen Straßenland. Dies ergab eine schriftliche Anfrage des Abgeordneten Danny Freymark an den Berliner Senat im Sommer letzten Jahres. Von den 258 Toilettenanlagen, die sich im Eigentum des Landes Berlin befinden, verteilen sich nur neun Standorte auf Hohenschönhausen und Lichtenberg. Kein Berliner Bezirk verfügt über weniger Angebote. Im Januar 2016 wandte sich Danny Freymark in einem Brief an die Lichtenberger Bezirksbürgermeisterin und schlug für Hohenschönhausen die Aufstellung von zwei City-Toiletten am Bahnhof Hohenschönhausen und an der Wendeschleife der Tramlinien M4 und M17 in Falkenberg vor. Für die mögliche Errichtung weiterer öffentlicher Toiletten steht der Hohenschönhausener Abgeordnete auch im engen Austausch mit der Wall AG, die als Vertragspartner des Landes Berlin noch bis Dezember 2018 für das Betreiben öffentlicher Toiletten zuständig ist. Nach Vertragsablauf können neue Standorte geplant werden. Die Hohenschönhausener sind nun ihrerseits aufgerufen, dem Bürgerbüro Danny Freymark weitere geeignete Aufstellorte für WC-Häuschen vorzuschlagen.


Konzept für Obersee-Rundweg

Gregor Hoffmann, CDU-Fraktionsvorsitzender in der BVV, setzt sich für einen barrierearmen Rundweg am Obersee ein. Hierzu fordert er in einem Antrag die Erstellung eines Konzeptes, der den bisher eher dürftig vorhanden Rundweg, z.B. mit Holzbrücken an Engstellen oder Wegebefestigungen,besser erschließt.Verein und Kiezbeirat sollen in die Planungen vorab einbezogen werden.


Mehr Verkehrssicherheit vor Kita

Die CDU-Fraktion in der BVV fordert in einem Antrag, die Verkehrssicherheit an der Hedwigstraße zu erhöhen. Dazu sollen mit einer Schilderkennzeichnung und einer Fahrbahnmarkierung die Verkehrsteilnehmer auf den Kita-Standort am Campus Hedwig aufmerksam gemacht werden. Die Elternvertretung berichtete, dass es bereits mehrfach zu Gefährdungssituationen gekommen war.


Studio im Hochhaus geht neue Wege

Gregor Hoffmann und Alina Pätzold (beide CDU-Fraktion) informierten sich über die Entwicklung des Studios im Hochhaus in der Zingster Straße. Der neue Kurator bringt positive Impulse in den Standort. Moderne Kunst in einem besonderen Raum unter verschiedenen Aspekten künstlerisch gestaltet, zeigt ein Bild mit Überraschungen. Ein Besuch kann in jedem Fall empfohlen werden.


Wilfried Nünthel
Ein starker Spitzenkandidat für Lichtenberg

Der Bezirk Lichtenberg wird verdichtet, man rückt enger zusammen. Das gefällt nicht jedem. Auf Anwohnerversammlungen gibt es regelmäßig Widerspruch, wenn auf weiträumigen Höfen neue Häuser entstehen sollen. Wilfried Nünthel kann die Vorbehalte der langjährigen Bewohner verstehen. Er weiß aber auch, wie dringend Wohnungen gebraucht werden. »Nichts bleibt wie es ist«, sagt er philosophisch. Den Spruch gebraucht der 61-Jährige gern. Man darf ihn durchaus als die Lebensmaxime des gebürtigen Thüringers verstehen, denn der Lebensweg des Sohnes einer Bauernfamilie war geprägt von Brüchen und Unwägbarkeiten.

Langjährige Erfahrung
Wer hätte seinerzeit gedacht, dass der Junge aus dem kleinen Dorf Lindenkreuz, einer Ortschaft mit nur etwa 300 Einwohnern nahe des Hermsdorfer Kreuzes, später als Stadtrat Verantwortung für die Entwicklung in Berliner Bezirken haben würde. Insgesamt zwanzig Jahre lang ist Wilfried Nünthel schon in verschiedenen Ressorts als Stadtrat tätig, zuerst in Marzahn, seit 2001 in Lichtenberg. Nicht nahtlos, zwischendurch wirkte er auch in anderen Bereichen, war Leiter des Jobcenters Treptow-Köpenick und des Sozialamtes Marzahn. Nun ist er als Stadtrat für Stadtentwicklung der Spitzenkandidat der Lichtenberger CDU für die Berliner Wahlen im September 2016.

Soziales Engagement
Wilfried Nünthel engagiert sich schon lange sozial auch als ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins Kiek in e.V., der in Marzahn-Hellersdorf Beschäftigung und Qualifizierung fördert, Kinderund Jugendhilfe leistet sowie Familien unterstützt. Mitgefühl müsse sein, sei aber nicht ausreichend, um wirksam zu helfen, sagt der Kommunalpolitiker. In verantwortlichen Positionen sei es notwendig, eine professionelle Distanz zu wahren – um die Probleme objektiv zu erkennen und auf dieser Basis lösen zu können. Zu Munde redet er niemand, ehrlich bleiben, ist seine Devise.

Liebe zur Natur
Noch Eines hat sich Wilfried Nünthel seit seiner Jugend bewahrt: die Liebe zur Natur. In seinem Heimatdorf besitzt er einen ganzen Wald. Er gehört zum elterlichen Erbe. Mehr als 6.500 Bäume hat er dort bereits gepflanzt. Mehrfach im Jahr tauscht der Politiker seine seriöse Bürokluft mit Blaumann und Gummistiefeln, um in seinem Wald zu arbeiten. Auch Ehefrau Christine packt mit zu. »Reich werde man dabei nicht«, sagt Nünthel. »Aber man hinterlässt etwas Bleibendes. Und die Arbeit an der frischen Luft macht den Kopf frei.«

Der Einstieg in den Beruf
Am Anfang seiner Berufstätigkeit stand ein verpatztes Abitur mit einer Fünf in Russisch, womit sich der Wunsch nach einem Landwirtschaftsstudium erübrigte. Er ging als Ungelernter zum Meliorationsbau, qualifizierte sich, bediente Straßenwalzen und Bagger, baute Stra- ßen und Wege. Doch als er seine Frau Christine kennenlernte, wurde ihm das Leben bei der Melioration zu viel: »Man schlief oft auf den Baustellen«. Er sattelte um und wurde Mitarbeiter im Bezirksvorstand Gera der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD). Auch die Parteizentrale brauchte junge Nachwuchskräfte und nach einigen Jahren zog die Familie mit dem kleinen Sohn nach Berlin. Nünthel wurde Referent im Parteivorstand, begann 1983 ein Fernstudium der Philosophie, das er im April 1989 mit seinem Diplom abschloss.

Der Weg in die Politik
Im Wendejahr 1989 ging es für Wilfried Nünthel in die Politik: Für die Bauernpartei kandidierte er erfolgreich im Mai für die Stadtbezirksversammlung Marzahn. Im Sommer 1990, nachdem die DBD mit anderen Blockparteien in der CDU aufgegangen war, wurde auch Wilfried Nünthel Christdemokrat. Wenige Monate später wählte man ihn sogar zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden in Marzahn, ein Ehrenamt. Als hauptamtlicher Mitarbeiter im Parteiapparat wurde er wie viele andere Ende 1990 entlassen. »Da war ich erst einmal arbeitslos, eine ganz neue Erfahrung«, erinnert sich Nünthel. Doch Trübsal blasen liegt ihm nicht. Er trat zunächst eine ABM-Stelle als Mieterberater bei der Berliner Mietergemeinschaft an, ehe er ab 1991 im Sozialamt Marzahn die Wohnhilfe aufbaute: »1991 hatten wir einen Fall, ein Jahr später waren es Hunderte, die bei uns Hilfe suchten«

1.000 Seiten Philosophie
Den Kopf frei von den Tagesproblemen bekommt Wilfried Nünthel beim Lesen. Im Dachboden seines Biesdorfer Häuschens drängen sich Bücher dicht an dicht. Er mag keine E-Books, sondern Bücher aus Papier und das Gefühl des Seitenraschelns beim Blättern. Zum Entspannen zieht er Krimis vor, liebt aber auch historische Romane und Sachbü- cher. Im letzten Urlaub hat er den 1.000- seitigen Wälzer »Die Philosophie des Abendlandes« gelesen. »Da war endlich einmal richtig Zeit dafür«, sagt er. Was er aus dieser Lektüre gelernt hat? Er lächelt: »Nichts bleibt wie es ist.«


Bundesstraße B2
Ortsumfahrung Malchow im neuen Bundesverkehrswegeplan enthalten

Ein wichtiger Schritt ist getan: Der Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans wurde am 16. März 2016 in einer Sondersitzung des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag nun vorgestellt. Auch die jahrelang von Anwohner-Initiativen geforderte B2-Ortsumfahrung Malchow ist als sogenanntes »Neues Vorhaben – Vordringlicher Bedarf« gelistet und hat damit beste Verwirklichungschancen. Nach der öffentlichen Online-Beteiligung der Bürger ist es nun wichtig, dass das Land Berlin in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Lichtenberg alles Nötige unternimmt, um für die B2 das Planungsrecht zu schaffen, damit diese mit Unterstützung des Bundes gebaut werden kann. Der Lichtenberger Bundestagsabgeordnete Dr. Martin Pätzold (CDU), der sich seit vielen Jahren für eine Ortsumfahrung für die Malchower vor Ort und im Bundesverkehrsministerium im Dialog mit dem Parlamentarischen Staatssekretär NorbertBarthle stark gemacht hat, zeigt sich zufrieden: »Ich bin froh, dass das Bauvorhaben im Bundesverkehrswegeplan als Projekt in der Kategorie ›Vordringlicher Bedarf‹ ganz weit oben bewertet worden ist. Viele Malchower können nun mit berechtigter Hoffnung darauf setzen, dass in einigen Jahren kein Schwerlastverkehr mehr durch die Ortslage fährt. Hier zeigt sich, wie wertvoll bürgerschaftliches Engagement für die Gesellschaft ist und dass sich Ausdauer und Beharrlichkeit auszahlen.« Die Bundesstraße B2 im Ortsteil Malchow befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand. Weite Abschnitte sind durch einen Dauerstau gekennzeichnet. Die Lebensqualität hat sich zunehmend verschlechtert, ein Queren der Straße durch Anwohner ist kaum noch möglich. Mit der Realisierung einer westlichen Ortsumfahrung soll auch ein neues Gestaltungskonzept für die Ortsdurchfahrt umgesetzt werden.


Soziales Engagement
Erfolgreiche Kleiderspenden-Aktion

Einen herzlichen Dank an alle Hohenschönhausener, die im Mai 2016 dem Aufruf zur traditionellen Kleiderspenden-Aktion des Vereins Lebensmut e.V.in Zusammenarbeit mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Martin Pätzold und dem Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, Danny Freymark, gefolgt sind. Über 50 Säcke mit Kleidung wurden innerhalb von zwei Wochen im Kieztreff Falkenbogen abgegeben. Danny Freymark zeigte sich beeindruckt von der Hilfsbereitschaft: »Mit den Kleiderspenden konnte ein gesamter Transporter für den Verein ›Menschen helfen Menschen‹ gefüllt werden. Ich bin froh, seit einigen Jahren diese Aktion zur Stärkung des sozialen Miteinanders in unserem Kiez unterstützen zu können.«

27. Mai 2016

Print Friendly, PDF & Email
Zurück zu allen Beiträgen